
FAQ mit klappbaren Elementen – kompakte Antworten für Ihr Druckprojekt

Sie möchten schnell Klarheit, ohne lange zu suchen? Auf dieser FAQ-Seite finden Sie zusätzliche Fragen, die im Alltag häufig auftauchen – von Beschnitt und Schwarzaufbau über Laufrichtung bis hin zu Reklamationsfällen. Alle Antworten sind als klappbare Elemente aufgebaut: Sie sehen sofort die Frage und öffnen bei Bedarf die Details. So bleibt die Seite übersichtlich, auch wenn die Inhalte in die Tiefe gehen.
Die folgenden Punkte ergänzen die bisherigen FAQ-Inhalte und vermeiden Dopplungen. Wenn Sie dennoch eine individuelle Rückfrage haben (z. B. Sonderformate, komplexe Varianten oder knappe Termine), hilft ein kurzer Abgleich vorab – damit Daten, Produktion und Lieferung sauber zusammenpassen.
Druckdaten: Details, die häufig übersehen werden
Wie viel Beschnitt und Sicherheitsabstand sollte ich anlegen?
Als praxisnaher Standard gilt: 3 mm Beschnitt rundum. Bei größeren Formaten, Stanzkonturen oder sehr randnahen Motiven können mehr sinnvoll sein. Für Texte, Logos und wichtige Elemente empfehlen wir einen Sicherheitsabstand von mindestens 3–5 mm zur Endkante – bei kleinen Schriften oder kritischen Layouts lieber etwas mehr.
Wichtig: Beschnitt bedeutet nicht nur „Hintergrundfläche größer“, sondern auch, dass Bilder/Flächen wirklich über die Endkante hinauslaufen – sonst entstehen beim Schneiden sichtbare Blitzer.
Was ist der Unterschied zwischen „Endformat“, „Datenformat“ und „Sichtformat“?
- Endformat: Das fertige Maß nach dem Schneiden (z. B. A4).
- Datenformat: Endformat plus Beschnitt (z. B. A4 + 3 mm rundum).
- Sichtformat: Der Bereich, der später tatsächlich sichtbar ist (kann durch Falz, Bindung, Umschlag oder Einstecktaschen beeinflusst werden).
Gerade bei Broschüren, Umschlägen und Verpackungen lohnt es sich, Sicht- und Endformat sauber zu trennen – damit wichtige Inhalte nicht „optisch zu knapp“ sitzen.
Welche Schwarzwerte sind sinnvoll (Textschwarz vs. Flächenschwarz)?
Für kleinen Text und feine Linien ist meist 100% K die sicherste Wahl – das bleibt scharf und risikoarm im Passer. Für große schwarze Flächen wirkt ein „sattes Schwarz“ oft homogener (z. B. durch zusätzliche CMY-Anteile). Welche Mischung optimal ist, hängt von Motiv, Papier und Prozess ab.
Unser Tipp: Setzen Sie Texte nicht unnötig als Vierfarb-Schwarz, wenn es nicht gebraucht wird – das kann bei feinen Details zu Unruhe führen.
Was muss ich bei Haarlinien, feinen Linien und kleinen Schriften beachten?
Sehr feine Elemente sind im Druck grundsätzlich empfindlicher als am Bildschirm. Als Richtwert:
- Linienstärken nicht zu dünn anlegen (besonders bei Negativlinien).
- Schriftgrößen bei Negativtext (weiß auf dunkel) etwas größer wählen.
- Überdrucken/Knockout bewusst prüfen, damit nichts „verschwindet“.
Wenn ein Motiv extrem filigran ist, lohnt sich vorab ein kurzer Check – dann vermeiden Sie Überraschungen im Ergebnis.
Wie gehe ich mit Transparenzen, Schlagschatten und Effekten im PDF um?
Moderne Workflows verarbeiten Transparenzen in der Regel sicher – trotzdem entstehen Fehler oft durch uneinheitliche Export-Settings oder gemischte Farbräume. Bewährt hat sich:
- PDF-Export mit konsistenten Einstellungen (nicht „irgendwie schnell“).
- RGB-Bilder/Elemente bewusst behandeln (je nach Vorgabe konvertieren).
- Bei kritischen Motiven: Proof oder eine Freigabeansicht nutzen.
Wenn es um veredelungsrelevante Flächen oder sehr dunkle Motive geht, ist ein strukturierter Preflight besonders wichtig.
Layout, Falzung & Weiterverarbeitung: Planung für saubere Ergebnisse
Warum spielt die Laufrichtung des Papiers eine Rolle?
Die Laufrichtung beeinflusst Falzverhalten, Planlage und die Stabilität – besonders bei Foldern, Umschlägen, Broschüren und Produkten mit Rillung. Eine ungünstige Laufrichtung kann Falzbruch begünstigen oder dazu führen, dass ein Produkt sich stärker „wölbt“.
Wenn Sie uns Format, Umfang und Falzart nennen, berücksichtigen wir die Laufrichtung in der Planung – das zahlt sich sichtbar aus.
Was ist „Rillen“ – und wann ist es sinnvoll oder notwendig?
Rillen ist das kontrollierte Vorbrechen des Materials, damit Falze sauber und ohne Aufplatzen entstehen. Das ist besonders relevant bei:
- höheren Grammaturen und Karton
- beschichteten Papieren (z. B. Bilderdruck)
- Produkten mit großen Farbflächen über dem Falz
Rillen erhöht die Verarbeitungsqualität spürbar und verhindert typische „Weißbrüche“ am Falz.
Wie vermeide ich Falzbruch bei dunklen Flächen oder Vollflächen?
Falzbruch ist meist ein Zusammenspiel aus Material, Laufrichtung, Oberfläche und Motiv. Wir reduzieren das Risiko durch:
- passende Papierwahl und Laufrichtung
- Rillung vor dem Falzen
- Motivoptimierung (z. B. kritische Vollflächen am Falz minimieren)
- bei Bedarf alternative Materialien oder Oberflächen
Wenn das Projekt besonders sensibel ist, lohnt ein Muster oder ein kurzer Verarbeitungstest im Vorfeld.
Was sollte ich bei Klebebindung in Bezug auf den Bundsteg beachten?
Bei Klebebindung „verschwindet“ ein Teil der Innenkante optisch im Bund. Deshalb sollte der Innenrand (Bundsteg) großzügiger geplant werden als bei gehefteten Produkten. Das gilt besonders für:
- Seiten mit Randabfallern oder großen Bildern
- Layouts mit Spaltenraster und nah am Bund stehenden Texten
- umfangreiche Kataloge, die häufig aufgeschlagen werden
Wir empfehlen je nach Umfang eine Bundsteg-Planung, die Lesbarkeit und Optik realistisch berücksichtigt – nicht nur „nach Schema“.
Wie lege ich Daten für Stanzungen, Rillungen oder Perforationen an?
Für Stanz-/Rillkonturen braucht es in der Regel eine separate Kontur (z. B. als Sonderfarbe/technische Farbe) und eine klare Abstimmung, was Schnitt, Rillung und ggf. Perfo ist. Wichtig sind außerdem:
- ausreichende Abstände von Texten/Logos zur Kontur
- keine „zu filigranen“ Innenradien oder Stege (Materialstärke beachten)
- klare Versionierung: welche Kontur ist freigegeben?
Je früher Kontur und Anwendung geklärt sind, desto sicherer wird das Ergebnis in Serie.
Veredelung in der Praxis: Wirkung, Toleranzen, Daten
Wie exakt liegt eine partielle Lackierung oder Folie auf dem Motiv?
Veredelungen sind präzise, haben aber produktionsbedingte Toleranzen. Je nach Format, Material und Motiv kann es zu minimalen Passerdifferenzen kommen. Deshalb gilt als gute Praxis:
- keine haarfeinen Konturen als Veredelung
- Motiv so gestalten, dass kleine Abweichungen nicht auffallen
- bei kritischen Designs: Veredelung bewusst „größer“ oder „in sich geschlossen“ anlegen
Wenn die Veredelung extrem fein auf Typografie liegen soll, sprechen wir das vorab offen an und empfehlen eine robuste Lösung.
Verändert eine Cellophanierung die Farbwirkung?
Ja, je nach Folientyp. Eine Cellophanierung kann Farben satter wirken lassen (oft bei glänzend) oder den Eindruck weicher/matter machen (bei matt). Außerdem verändert sie die Haptik und kann Reflexionen beeinflussen.
Wenn die Farbwirkung CI-kritisch ist, ist eine abgestimmte Referenz (z. B. Proof/Muster) sinnvoll – insbesondere bei dunklen Flächen und Hauttönen.
Wie lege ich Daten für partielle Lacke oder Folien an?
In der Regel wird die Veredelung als eigene Fläche angelegt – häufig als Sonderfarbe (klar benannt, z. B. „LACK“ oder „FOLIE“) und auf Überdrucken gestellt, damit sie die darunterliegenden Farben nicht ausstanzt. Entscheidend ist eine saubere, eindeutige Anlage ohne „versehentliche“ Verläufe oder Halbtransparenzen, sofern diese nicht explizit gewünscht sind.
Bei Fragen zur Anlage oder wenn Sie unsicher sind, ist ein kurzer Check vor Freigabe der schnellste Weg.
Welche Veredelung schützt am besten gegen Abrieb?
Wenn ein Produkt stark angefasst, transportiert oder im Handel bewegt wird, ist Schutz oft wichtiger als reine Optik. Häufig bewährt:
- Cellophanierung (je nach Anforderung matt/glänzend)
- geeignete Schutzlacke (je nach Motiv und Oberfläche)
Welche Option am besten passt, hängt von Oberfläche, Farbdeckung und Einsatz ab. Wir empfehlen die Lösung, die im Alltag wirklich funktioniert – nicht nur im Muster.
Abwicklung, Freigaben & „Was tun, wenn…“
Wie funktioniert eine sichere Druckfreigabe im Projekt?
Eine gute Freigabe ist eindeutig: Welche Datei-Version gilt, welche Seiten sind freigegeben, und welche offenen Punkte gibt es nicht mehr? Bewährt hat sich:
- klare Dateinamen/Versionierung
- Freigabe „schriftlich“ (z. B. per Mail), damit nichts missverstanden wird
- bei sensiblen Themen (Farbe, Stanzkontur, Veredelung): zusätzliche Referenz oder Proof
Das spart am Ende Zeit, weil Rückfragen und Unsicherheiten deutlich sinken.
Was passiert, wenn ich nach der Freigabe doch noch etwas ändern muss?
Dann prüfen wir zuerst den Status: Was ist bereits in Produktion, was ist noch „offen“? Änderungen können Einfluss auf Termin, Kosten und Prozess haben (z. B. neue Platten, erneuter Datencheck, Anpassung von Veredelungsformen). Sie erhalten eine transparente Einschätzung, damit Sie entscheiden können, ob die Änderung wirklich nötig ist – oder ob es eine pragmatische Alternative gibt.
Wie gehe ich vor, wenn ich eine Reklamation oder einen Schaden beim Versand feststelle?
Wichtig ist eine schnelle, nachvollziehbare Dokumentation. Bitte sichern Sie:
- Fotos von Schaden/Fehler (inkl. Detail und Gesamtansicht)
- Etikett/Label und Verpackungszustand (falls Transportschaden)
- Menge der betroffenen Exemplare und ob es Chargen/Teilmengen betrifft
So können wir die Ursache (Produktion, Verarbeitung, Transport) zügig eingrenzen und eine Lösung einleiten – vom Ersatz bis zur Prozessanpassung für Folgeaufträge.
Kann ich meine Drucksachen „neutral“ ohne Hinweis auf die Druckerei versenden lassen?
Ja, eine neutrale Versandabwicklung ist in vielen Projekten sinnvoll (z. B. bei Agenturen, Fulfillment oder Direktversand). Sprechen Sie das bitte früh an, damit Kennzeichnung, Lieferscheine und ggf. Beilagen passend organisiert werden.
Gibt es eine schnelle Anlaufstelle für technische Datenfragen?
Ja. Für technische Rückfragen rund um PDFs, Upload und Druckdaten erreichen Sie die Druckvorstufe direkt unter belichtung@druckerei-alt.de. Je klarer Ihre Frage (Produkt, Format, Besonderheit), desto schneller ist die passende Antwort da.

Wenn Sie es eilig haben: die drei häufigsten „Zeitfresser“ vermeiden
In der Praxis kosten meist nicht die großen Entscheidungen Zeit, sondern kleine Unklarheiten. Wenn Sie diese drei Punkte früh sauber haben, läuft das Projekt deutlich ruhiger: Endformat + Beschnitt (inkl. Sicherheitsabstände), klare Dateiversion/Freigabe und bei Veredelung/Stanzerzeugnissen eine eindeutig definierte technische Kontur. Wenn Sie möchten, prüfen wir das kurz im Vorfeld – damit Produktion und Termin am Ende ohne unnötige Schleifen passen.